Mesotherapie kann Alterssichtigkeit entgegenwirken

Pressemitteilung der DGM vom 01. Oktober 2009.

München. Die Zeitung wird mit ausgestreckten Armen gelesen, das Kleingedruckte im Vertrag ist ohne Brille nicht mehr zu erkennen – mit zunehmendem Alter verlieren wir die Fähigkeit in der Nähe scharf zu sehen. Dieser Prozess ist ganz natürlich, wird aber oft zur Belastung im Alltag. Denjenigen, die nicht auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen sein möchten, kann die Mesotherapie bei einer beginnenden Alterssichtigkeit helfen, die Leistungsfähigkeit zu bewahren und den Gebrauch von Sehhilfen hinauszuzögern.  

Die Presbyopie oder Alterssichtigkeit beruht auf einem fortschreitenden Elastizitätsverlust des Linsenkerns im Auge, der bereits im Jugendalter beginnt und sich etwa ab dem 45. Lebensjahr bemerkbar macht. Das Auge kann sich immer schlechter an unterschiedliche Entfernungen anpassen: der Punkt, an dem noch scharf gesehen wird, entfernt sich zunehmend vom Körper.

Eine mesotherapeutische Behandlung kann der Presbyopie entgegenwirken, so Dr. Britta Knoll, Präsidentin der Deutschen Ge-sellschaft für Mesotherapie: „Vor allem im frühen Stadium können wir gute Ergebnisse erzielen. Wenn jemand keine Brille tragen möchte, dann bietet die Mesotherapie eine unaufwendige und preiswerte Behandlungsoption, die auf jeden Fall einen Versuch wert ist.“ In ihrer Praxis behandelt die Allgemeinärztin regelmäßig alterssichtige Patienten und kann damit oft die Sehschärfe im Nahbereich verbessern und einer Verschlechterung vorbeugen. Hierzu werden verschiedene Medikamente und Wirkstoffe mit sehr feinen Nadeln direkt in die Haut um das Auge und die Schläfenregion injiziert. Da diese über Diffusionsprozesse lokal wirken, reichen schon geringste Dosen aus und der Körper wird nicht belastet: „Mit der Mesotherapie bringen wir Durchblutungsmittel, Vitamine und weitere regenerierende Inhaltsstoffe ohne Umwege dorthin, wo sie benötigt werden“, verdeutlicht Knoll den Vorteil der lokalen Mikroinjektionen.

Die Mesotherapie wurde vom französischen Arzt Michel Pistor in den 1960er Jahren begründet und seitdem stetig weiterentwickelt. Pistor selbst konnte dank einer mesotherapeutischen Eigenbehandlung bis zu seinem Tod im Alter von 79 Jahren auf eine Sehhilfe verzichten. Die minimalinvasive Methode verbindet Grundlagen der Akupunktur, Neuraltherapie sowie der Arzneitherapie und kommt bei unterschiedlichen Beschwerden sowie in der ästhetischen Medizin zur Anwendung. Als sanftes, aber sehr wirksames medizinisches Verfahren darf die Mesotherapie nur von Ärzten und Heilpraktikern angewandt werden. Eine Liste der Therapeuten kann über die Website der DGM www.mesotherapie.org abgerufen werden.

Die in München sitzende Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie, DGM e.V., zählt gegenwärtig über 750 praktizierende Ärzte und Heilpraktiker als Mitglieder. Sie informiert über die Mesotherapie, organisiert Fortbildungen und vermittelt bundesweit Therapeuten an betroffene Patienten weiter.